Betriebsvergleich

Betriebsvergleich:

Welchen Nutzen hat ein Betriebsvergleich für Autohäuser? Wenn wir über einen Betriebsvergleich reden, dann müssen wir zunächst überlegen, welche Bereiche grundsätzlich zu vergleichen sind.

Zu aller erst geht es um die Marktausschöpfung, da wir wissen, dass immer mehr Kundenfahrzeuge in der Betreuung nötig sind, um die bisherigen Kapazitäten auslasten zu können.
Die erste Größe in diesem Zusammenhang ist der erreichte Marktanteil im Verhältnis zum Bundesdurchschnitt. Wie ist die Marktausschöpfung zu den Kollegen der eigenen Marke im Bund, aber auch im Verhältnis zu den Vergleichspartnern im Betriebsvergleich.

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Als nächstes geht es an die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen in der Branche, mit denen sich jeder einzelne Teilnehmer vergleicht. Anschließend vergleichen wir die Gruppe untereinander. Insbesondere geht es dabei im klassischen Automobil Betrieb um folgende Profitcenter:

  • Werkstatt
  • Ersatzteile und Zubehör
  • Neuwagenverkauf
  • Gebrauchtwagenverkauf
  • Mietfahrzeuge
  • Sonstige Profitcenter

Auch wenn in einem Betriebsvergleich oder in einer ERFA Gruppe unterschiedlich große Händler vertreten sind, spielt das eine untergeordnete Rolle, da wir die Ertragskraft immer anteilig vom Umsatzerlös rechnen.

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Anhand der Kaufrate in Deutschland bezüglich Neuwagen und Gebrauchtwagen im Verhältnis zum Fahrzeugbestand prüfen wir zunächst bei den teilnehmenden Betrieben die Anzahl der betreuten Stammkundenfahrzeuge und im Verhältnis davon die verkauften Neuwagen und Gebrauchtwagen.

Zum Verständnis: bundesweit haben wir einen Fahrzeugbestand von etwa 44 Millionen PKW/Kombi und eine jährliche Kaufrate von etwa 3 Millionen Neuwagen und etwa 7 Millionen Gebrauchtwagen.

Somit beträgt die Kaufrate vom Fahrzeugbestand:

  • im Neuwagenbereich etwa 7 % und
  • im Gebrauchtwagenbereich etwa 16 %.
  • Gesamt somit etwa 23 %.

Das bedeutet, dass, wenn ein Teilnehmer zum Beispiel 1000 Kundenfahrzeuge in der Betreuung hat, diese Kunden jedes Jahr 230 Fahrzeuge kaufen; die Frage ist wo?

Somit sind wir schon beim ersten Vergleich: wie ist die Kaufrate im Verhältnis zu den betreuten Stammkundenfahrzeugen bei den einzelnen Teilnehmern und in der Gruppe..

Als nächstes vergleichen wir die Ist-Erlöse mit den Soll-Erlösen, die sich aus den zu verkaufenden Stunden und dem durchschnittlichen Verrechnungssatz ergeben. Hier wird sofort deutlich, ob die Verrechnungssatzkalkulation adäquat ist oder nicht.

Insbesondere achten wir hier sehr auf die Differenzierung nach Schwierigkeitsgrad der Arbeit und Fahrzeugkategorie. In diesem Zusammenhang geht es dabei darum, einerseits wettbewerbsfähig zu bleiben und andererseits in den Segmenten, in denen spezifisches Know-how und teures Equipment nötig ist, entsprechend zu kalkulieren, sodass insgesamt ein Stunden-Verrechnungssatz erreicht wird, der in der Lage ist, sowohl die Kosten abzudecken als auch Gewinne zu erwirtschaften.

Die nächste Kenngröße ist der Bruttoertrag im Ersatzteilebereich. Was ist die Branchenkennzahl in Prozent vom Umsatz und was erreicht der einzelne Betrieb im Vergleich mit der Gruppe? Stimmt hier die Kalkulation, wird dort eingekauft, wo entsprechende Margen verbleiben und was ist in diesem Bereich zu optimieren im Verhältnis zu den restlichen Teilnehmern der Vergleichsgruppe?

Anschließend ist die Frage entscheidend, was sollte pro Fahrzeug an Bruttoertrag erwirtschaftet werden, ganz generell und was erreicht die Gruppe im Durchschnitt; und im Verhältnis dazu der einzelne Teilnehmerbetrieb.

Hier erleben wir sehr häufig ganz enorme Leistungsunterschiede, sodass oftmals der eine Betrieb im Gebrauchtwagenbereich Verluste erwirtschaftet und der andere hier deutliche Gewinne erreichen kann

Als nächstes vergleichen wir die Ertragskraft in der Werkstatt. Dabei geht es zunächst einmal um die installierten Kapazitäten an Monteuren, die Arbeitszeit und die Sollproduktivität für dieses Team im Vergleichszeitraum.

Wir vergleichen hier Soll-Stunden zu Ist-Stunden für den einzelnen Betrieb und messen hier den Erreichungsgrad in Prozent.

Auch diese Kennzahl wird mit der Gruppe verglichen, sodass sofort sichtbar wird, wer Überkapazitäten oder schlecht organisierte Prozesse in der Werkstatt hat.

Wir sehen in der obenstehenden Grafik sehr schön folgende Auswertungen:

  • Brutto-Ertrag in Prozent vom Erlös des einzelnen Autohauses im Verhältnis zur Vergleichsgruppe.
  • Die direkten Kosten im Verhältnis zum Bruttoertrag in Prozent.
  • Den Deckungsbeitrag im Verhältnis zum Bruttoertrag in Prozent.
  • Die indirekten Kosten im Verhältnis zum Bruttoertrag in Prozent.
  • Und schließlich das Betriebsergebnis im Verhältnis zum Erlös.

In diesem Beispiel erkennt man sofort, dass Autohaus-3 deutliche Vorteile gegenüber der Vergleichsgruppe im Bereich der indirekten Kosten und entsprechend auch beim Betriebsergebnis erreicht.

Vor mehr als zehn Jahren haben wir mit einer Gruppe von Autohaus-Unternehmern begonnen, uns regelmäßig in einem der Autohäuser der Teilnehmer zu treffen und uns zu vergleichen und auszutauschen.

Rückblickend können wir nun feststellen, dass dies die effektivste Methode ist, um Sie, als Autohausunternehmer, in Ihren täglichen Herausforderungen zu unterstützen und zu begleiten.

Insbesondere dann, wenn Sie eine strategische Neuausrichtung ihres Geschäftsmodells anstreben, zum Beispiel durch eine „Exit-Strategie“ in die unternehmerische Freiheit, ist diese Einrichtung einer ERFA-Gruppe eine große Hilfe.

Aber auch wenn es darum geht, um ihre Prozesse zu optimieren, bessere Erträge zu erwirtschaften, mit geringeren Kosten auszukommen und bessere Betriebsergebnisse zu erreichen sind Sie in der ERFA-Gruppe richtig aufgehoben.

Stellen Sie Ihre Kalkulation auf den Prüfstand und gleichen Sie diese mit Ihren Kollegen ab. Fragen Sie nach, wie es dem Kollegen gelingt, zum Beispiel in der Werkstatt einen Bruttoertrag von 85 % zu erreichen, wo doch der Durchschnitt bei derzeit etwa 70% liegt.

Weil wir uns relativ schwer tun, im Fahrzeughandel Gewinne zu erwirtschaften, ist es umso entscheidender, gerade in der Werkstatt die Ergebnisse zu erzielen, die die Zukunft sichern.

Aber wir stellen fest, dass in den letzten Jahren die Werkstatt Ergebnisse schwächeln. Das ist fatal! Deshalb ist es so notwendig, gemeinsam hier den richtigen Weg zu finden, auf unserem „Kalkulations-Klavier“ mehr Tasten freizuschalten und im wettbewerbsgefährdeten Bereich so zu kalkulieren, dass wir unsere Kunden behalten.

Selbstverständlich müssen Sie Geld verdienen, deshalb ist es der richtige Weg, im Hightech Bereich ganz neue Kalkulationsansätze zu finden. Dort, wo Sie aufgrund qualifizierten Know-hows und teurem Equipment den Wettbewerb nicht so sehr fürchten müssen.

Gemeinsam zum Erfolg, machen Sie mit!

Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg in eine gute Zukunft. Vertrauen Sie uns!

Coaching-Zuschüsse:
Für Ihre Investitionen in die Begleitung und Coaching beantragen wir für Sie gerne alle Zuschüsse von öffentlicher Seite, denn die Politik weiß, dass der Wohlstand unseres Landes von mutigen und erfolgreichen Unternehmern abhängt.

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